Die kurioserweise nur vierköpfige Band aus Tel Aviv lebt mittlerweile in Paris und spielt einen suggestiven Instrumental-Mix aus psychedelischen Jazz-Funk und einem bisweilen orientalisch temperierten Wüstenblues, der von einer entspannten Rhythmusgruppe zum Fließen gebracht wird. Sababa 5 baden in Retro-Sounds, und so erinnern einen die traumwandlerischen WhaWha-Gitarren- und Farfisa-Melodien bisweilen auch an Film- oder TV-Scores aus den Sechzigern oder Siebzigern. „Nadir“ heißt ihr aktuelles Album, das Gegenteil von Zenit also, der tiefste zu erreichende Punkt – und etwas melancholischer oder gar düsterer klingen sie mittlerweile tatsächlich. Mal wie der Soundtrack eines Film Noirs, dann wieder wie eine dystopische Space-Opera oder „Herr Rossi sucht das Glück“. Obwohl ihr Sound eher introspektiv anmutet, tut der zurückgelehnte Groove des Quartetts live stets seine Wirkung.
